Porsche im Blut
Montag, der 17. August 2009, 14:43 Uhr von
Thilo
Wikipedia sagt, er ist zweifacher Europameister im Thaiboxen. Eine Youtuberin meint, er ist der Porsche unter den Betriebsräten. Müntefering sagte nach einer Rede gar zu ihm, hätte er nur noch 10 Minuten länger gesprochen, so wäre er zum SPD-Spitzenkandidaten geworden. Schaue ich mir die Bilder von ihm etwas genauer an, stellt sich mein Körper innerlich auf irgend etwas zwischen Kampfbereitschaft und Fluchtverhalten ein.
Die Rede ist von Uwe Hück, dem Betriesratsvorsitzenden von Porsche. Zwar ist die Debatte um die Übernahme von Porsche durch VW lange Passé und jeder von uns weiß, wie die Geschichte ausgegangen ist, doch vermutlich beißt dieser tüchtige Kerl noch heute für andere Ziele!
Der Satz des Tages trägt Porsche im Blut. Er stammt aus einem Interview mit dem ZDFheute Journal (1:53 bis 2:55) und es macht Freude ihn zu zitieren. Fett hervorgehoben ist eben dieser eine Satz:
Moderatorin:
[...] der Herr Wulff. Er sagt, das sei Polemik und es sei unwahr, was Sie behaupten, dass er versucht das zu torpedieren, dass Porsche von unabhängigen Geldgebern Kapitalspritzen bekommt.
Uwe Hück:
Dann soll der Herr Wulff nochmal nachdenken. Am 30. Juni hat er ein Telefonat geführt, da sind Zeugen dabei wie er das wiederholt hat. Ich betone nochmal, er hat im Telefonat gesagt, die 10 Milliarden hat er zugelassen, wie ob er ein großer Pharisäer ist, aber die restlichen 2,5 Milliarden hat er alles dafür getan, dass Porsche das nicht bekommt, der hat Porsche damit geschädigt, das kann ich nicht zulassen und ich sage Ihnen, er kann vieles von mir sagen, ich hab jetzt auch gehört in den Pressen, von den andern, ihre Kollegen und Kolleginnen, dass er vieles mir jetzt nachsagt, unter anderem, dass ich korrupt wäre, dass ich unanständig wär, dass ich Privilegien habe; ich kämpfe für diese Belegschaft und ich lass mir das nich nachsagen und wenn er meint, ich hätt Privilegien, dass ich für eine Belegschaft kämpf, die 15 Jahre lang die Familie Porsche und Piech reich gemacht habe und wir verlangen jetzt, dass die Familie Porsche und Piech Kapitalerhöhung macht, ihren Geldbeutel aufmacht, dass sie jetzt auch an ihren Reichtum rangehen um Porsche zu unterstützen und ich bin dagegen, dass wir VW-Kassen plündern, nur dass man Porsche entschuldet und nochmal, die 4 Milliarden werden nicht mal reichen, wir brauchen auch nebenbei noch Liquiditäten, darum liegt zwischen 7 bis 8 Milliarden ist genau der richtige Preis und es soll ein externer Investor machen und die Familie Porsche und Piech Kapitalerhöhung. Ich kämpfe jetzt für die Arbeitnehmer und Arbeitnehmerinnen und da lass ich mich auch vom Herrn Wulff abringen, ich lass mich auch nicht einschüchtern.
Er hat dabei geatmet.
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